Der Campingplatz des Stadtteils La Brabois im Südwesten Nancys ist in einem ehemaligen Park eingebettet und seine großen Bäume strotzen nur so mit frischer Luft zum Durchatmen und schattigen Plätzen. Aber endlich hatte sich die Sonne durch die Wolkendecke gekämpft und ich suchte mir zum Essen ein Plätzchen, an dem sie mich bescheinen konnte.

Und dann kam Musik dazu. Es klang nach einer Art von Zigeunermusik. So laut, dass klar war, dass etwas vorging und das machte mich neugierig. Ich dachte an Livemusik, aber die kam aus der Dose: Es war Zauberkünstler, der bald begann, sein Können vorzuführen.
Und ich ließ mich auch ein bisschen verzaubern. Ja klar, auch von seinen Tricks, weit mehr aber von der Begeisterung und dem Staunen der gebannt zuschauenden Kinder.

Und ich nahm Teil an ihrer von ihnen selbst nicht glaubhaften, aber auch nicht ganz abwesenden Angst, als ihre Mutter Schwerter durch den Kopf gestoßen bekam. Und spürte ein bisschen ihrer Erleichterung mit, als dieser doch wieder heile hervorkam. Nach der Entlassung der kompletten Mutter aus ihrem Assistenzjob wurde sie vor Freude sofort bestürmt und geherzt. Ein Mal in den Arm nehmen, alle Befürchtungen sind dahin, und die Freude und die Neugierde wieder da.
Irgendwann waren alle Tricks vorgeführt. Anschließend eroberten die Kinder die Bühne und versuchten herauszufinden, wie der doch so normal wirkende Mann das alles gemacht haben könnte. Ein paar hielten mit großen Augen gebührenden Abstand, andere befragten ihn ohne jede Scheu.

Besondere Aufmerksamkeit wurde den weißen Tauben zu Teil, sie wurden wohl wegen ihrer tatsächlichen Lebendigkeit lange bestaunt.
Es war einfach schön, das alles zu beobachten.